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Koordinator*innen des freiwilligen Engagements für Geflüchtete
Süd
Neustadt, Obervieland, Woltmershausen, Huchting, Strom, Seehausen
Thomas Strothoff
0173 2382791
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Mitte
Mitte, Östliche Vorstadt, Schwachhausen, Universität, Horn-Lehe, Borgfeld, Oberneuland
Marijana Jurkovic
0421 16988762
jurkovic_@_gemeinsam_-_in_-_bremen_._de
Ost
Hastedt, Vahr, Osterholz, Hemelingen
Silvia Suchopar
01578 0923 136
suchopar_@_gemeinsam_-_in_-_bremen_._de
West
Findorff, Walle, Überseestadt, Gröpelingen (Oslebshausen), Blockland
Leander Muskalla
01578 0923 143
muskalla_@_gemeinsam_-_in_-_bremen_._de
Nord
Burglesum, Vegesack, Blumenthal
Susanne Weidemann
0421 6884182
weidemann_@_gemeinsam_-_in_-_bremen_._de
Patenschaftsstelle
Barbara Schneider
0152 36894753
schneider_@_gemeinsam_-_in_-_bremen_._de

Wie kann ich mich engagieren?

Schön, dass du dich entschließt oder darüber nachdenkst, zu unterstützen.

Vielleicht fragst du dich wie? Und wo? Womit? Um etwas zu machen, was dir liegt und wobei du deine Grenzen wahren kannst, kann es hilfreich sein sich folgende Fragen stellen:

- Welchen Zeitraum kann und möchte ich zur Verfügung stellen?
- Wie lange möchte ich mich engagieren?
- Wo liegen meine Fähigkeiten und Interessen?
- Welche Hilfe kann ich konkret leisten?

Geflüchtete brauchen oft Unterstützung im Alltag. Hauptamtliche und freiwillig Engagierte können ihnen dabei helfen, das gesellschaftliche Leben in Deutschland kennenzulernen. Sie können beispielsweise bei Behörden-Gängen begleiten, Sprachbegleitungen organisieren oder Geflüchtete mit dem neuen Wohnumfeld vertraut machen. Aber auch in der Vorbereitung auf das Asylverfahren und in der Kommunikation mit den Behörden können freiwillig Engagierte inhaltlich und sprachlich unterstützen. Frage dich vielleicht zu Beginn, welche Unterstützung du leisten kannst.

Ob in einer Unterkunft für Geflüchtete, in einer organisierten Gruppe oder im direkten Kontakt mit einer geflüchtete Familie mit eigenem Wohnraum - vieles ist möglich. Untenstehend findest du Beispiele für verschiedene Arten des aktiv Werdens.

Beispiele

Als Orientierung findest du hier einige Beispiele für mögliche Tätigkeitsfelder. Du hast eigene Ideen und möchtest etwas anderes oder neues anbieten? Wenn du möchtest, wende dich an uns, wir können dich unterstützen. Unsere Kontaktdaten Unsere Kontaktdaten findest du rechts, falls du einen normalen Computer oder Laptop benutzt bzw. oben, falls du ein Smartphone oder Tablet verwendest.

Natürlich musst du dich nicht zwangsläufig in einer Gruppe organisieren bzw. dich einer Gruppe anschließen. Du kannst auch alleine viel tun. Hier nennen wir dir nur einige wenige Beispiele für Tätigkeiten und Unterstützung, die du ohne größeren Kontext angehen kannst, z.B.:

Sprach-Tandem
„Sprach-Tandem“ oder auch „Deutsch-Tandem“ bedeutet nichts anderes, als ein Treffen zu zweit mit einer geflüchteten Person, die deutsch lernen möchte. Ihr könnt euch in regelmäßigen Abständen und zu abgesprochenen Zeiten treffen und du kannst der Person helfen, die deutsche Sprache zu lernen. Vielleicht möchtest du ja auch die Sprache von deinem Gegenüber kennenlernen?
Um Kontakt zu Einzelpersonen, die gerne in Zweier-Treffen ihre Deutsch-Kenntnisse vertiefen möchten, herzustellen, sprich am besten die Leitungen der jeweiligen ÜWHs an.

Kinderbetreuung
Viele Eltern in Sammelunterkünften warten noch auf einen Kindergarten- oder Schulplatz für ihre Kinder. Deshalb werden oft Freiwillige gesucht, die an einem oder mehreren Nachmittagen die Kinderbetreuung direkt in der Unterkunft übernehmen. So könntest du den Kindern etwas Abwechslung und den Eltern Entlastung bieten. In vielen Sammelunterkünften sind dafür schon Spielzimmer eingerichtet.

Fahrdienste
Wenn du dich und dein Auto als Fahrdienst zur Verfügung stellst, erleichterst du geflüchteten Menschen, an bestimmten Freizeitangeboten teilzunehmen oder bei einem Umzug in die eigene Wohnung Möbel zu transportieren. Das ist besonders hilfreich, wenn die Unterkunft nicht gut an Bus und Bahn angeschlossen ist.
Wichtig zu wissen ist bei diesem Angebot allerdings, dass du und dein Auto nicht zusätzlich versichert sind.

Weitere Ideen:

- Deutschunterricht organisieren und durchführen (in den Unterkünften)

- Hausaufgabenhilfe

- Kinderbetreuung

- Unterstützung bei Frauenprojekten (z. B. Women in Exile)

- Unterstützung bei Sportprojekten (z. B. Fußball, Basketball und andere In- und Outdooraktivitäten)

- Begleitung und Unterstützung bei Behörden-Terminen (Begleitung zu Behörden, Dolmetschen, Behördenbriefe erklären und beantworten helfen)

- Wie funktioniert der Alltag in Deutschland (z.B. Mülltrennung, örtliche Gepflogenheiten, usw.)

- Freizeitgestaltung mit Geflüchteten (Ausflüge, Sport, Handarbeit, Kochen)

- Unterstützung bei der Wohnungssuche

Es gibt aber auch bereits bestehende Gruppen, denen du dich anschließen kannst. Hier sind nur drei von zahlreichen Bremer Initiativen aufgeführt, die Geflüchtete unterstützen oder einfach neue und alte Bremer*innen in Kontakt bringen wollen:

enCourage
enCourage ist eine unabhängige Gruppe, die Unterstützung für Geflüchtete bei der Vorbereitung der Erstanhörung im Asylverfahren vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anbietet. Um qualifiziert Informationen über die Anhörung an die Geflüchteten weitergeben zu können, finden in unregelmäßigen Abständen Fortbildungen statt. Die entsprechenden Termine kannst im Veranstaltungskalender auf GiB nachlesen.
Alle Infos findest du unter www.gemeinsam-in-bremen.de/encourage.

FemCafé
"Das FemCafé ist ein Raum für Begegnungen zwischen Frauen*, die erst vor Kurzem nach Bremen gekommen sind und Frauen*, die schon länger in Bremen leben oder hier aufgewachsen sind. Das Café bietet uns die Möglichkeit, uns gegenseitig kennen zu lernen, uns über unsere Interessen und Lebenssituationen auszutauschen, uns zu vernetzen und solidarisch zu unterstützen. Außerdem ist das Café ein Ort, an dem wir uns zur speziellen Situation von Frauen* in Lagern und dem Leben in Bremen allgemein austauschen können."
Die Vorbereitungstreffen sind offen für alle Frauen*, die Lust haben mitzumachen und ihre Ideen einzubringen. Interessierte können sich an post@femcafe-bremen.org wenden.

Bremer Willkommensgarten
Die Intitiative Bremer Willkommenskultur beackert einen Kleingarten in Walle, den Bremer Willkommensgarten. Daran können sich alle Neu- und Alt-Bremer*innen beteiligen und sich so gegenseitig kennenlernen. Du findest den Garten im Weg Lupinenkamp 4. Termine für Treffen und Infos über weitere Projekte der Bremer Willkommenskultur kannst du auf Facebook nachlesen: https://www.facebook.com/bremer.willkommenskultur/

Zeitspenden-Gesuche

Am besten ist es, die eigene Tätigkeit am Bedarf zu orientieren. Eine gute Übersicht über aktuelle Gesuche nach Ehrenamts- und Freiwilligentätigkeiten im Flüchtlingsbereich findest du in unserer Spendensektion unter "Zeitspenden-Gesuche". Verschiedenste Träger, Initiativen, Freiwillige und Geflüchtete tragen dort den Bedarf ein, den sie oder andere gerade haben. Über das integrierte Formular lässt sich leicht auf diese Gesuche antworten, sodass ein erster Kontakt zustande kommt. Alles weitere läuft dann im direkten Kontakt mit den Inserierenden.

Initiativen & Vereine

Es gibt eine Vielzahl von Initiativen und Vereinen, die sich mit Angeboten für Geflüchtete geöffnet haben oder sich mit dem Anliegen zu unterstützen gegründet haben. Sie bieten Aktivitäten im Bereich Sport, Bewegung, Freizeit für unterschiedliche Personen und Altersgruppen, Fahrradselbsthilfe-Werkstätten und organisieren Sprachbegleitung, Sprachkurse, Patenschaften und vieles mehr.

Eine Übersicht, wo und in welchen Bereichen Bremer Vereine und Initiativen aktiv sind, gibt die Webseite www.welcometobremen.de, zu der wir als Kooperationspartnerin gerne verlinken.

Patenschaften

Eine Möglichkeit, Neubremer*innen dabei zu unterstützen, hier in Bremen und in der Gesellschaft anzukommen, bietet das Konzept der Patenschaften. Die Form ergibt sich aus dem Bedarf und dem, was die Freiwilligen an Unterstützung und Begleitung geben möchten und können. Die Intention dabei sollte Hilfe zur Selbsthilfe sein, mit dem Ziel, dass die Geflüchteten selbständig in der neuen Stadt leben können.

Du kannst z.B. eine hier her geflüchtete Familie begleiten, bereits ab dem Zeitpunkt, wenn sie im Übergangswohnheim lebt und/oder in eine Wohnung zieht. Besonders die ersten Monate und der Wechsel vom Übergangswohnheim in eigenen Wohnraum sind Phasen, wo eine Patenschaft sehr hilfreich und nützlich sein kann. In dieser Zeit stellen sich viele neue Fragen von Formalitäten (Schule, Kindergarten, Sozialamt etc.) über Fragen vom Mietverhältnis bis hin zur Mülltrennung und den Verbrauchskosten.

Die Pat*innen und die von den Pat*innen Begleiteten entscheiden gemeinsam, ob eine Patenschaft zustande kommt und wie lang diese besteht. Wie eine solche Patenschaft aussehen kann, gestaltest du zusammen mit deinem Gegenüber. Regelmäßigkeit ist wichtig für diese Art der Begleitung. Du kannst gemeinsam mit den Personen, die du begleitest, einen Rahmen für euren Kontakt ausloten und verabreden.

Du interessierst dich für eine Patenschaft? Dann spreche uns an, wir unterstützen dich gerne bei der Vermittlung und geben dir weitere wichtige Infos. Unsere Kontaktdaten findest du auf der rechten Seite bzw. weiter oben, falls du die Seite auf dem Smartphone oder dem Tablet anschaust.

Wohnraum anbieten

Wohnraum ist begrenzt - auch und insbesondere in Bremen. Das spüren auch Geflüchtete, die meist nach monatelangem Aufenthalt in Sammel- und Notunterkünften eigenen Wohnraum suchen. In Übergangswohnheimen gibt es zwar Wohnraumvermittler*innen, aber auch diese sind auf die bestehenden Angebote angewiesen. Solltest du zu diesen etwas beitragen können, gibt es dafür verschiedene Wege.

Am besten ist es, den Wohnraum der AWO-Wohnraumvermittlung zu melden. Im Rahmen des Projektes "Mehr Wohnraum für Flüchtlinge" kümmern sich gleich mehrere Menschen um die Akquirierung und Vermittlung von Wohnungen für und an Geflüchtete. Alle nötigen Informationen finden sich im Handzettel der Wohnraumvermittlung.

Ein anderes Projekt versucht zudem, Geflüchteten Plätze in Wohngemeinschaften zu vermitteln. Alle Infos dazu findest du auf der Webseite des Projektes: www.fluechtlinge-willkommen.de

Stellung beziehen

Der Umgang mit Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Diskriminierung zu uns kommen, steht symbolhaft für die Art von Gesellschaft und die Werte, die wir in dieser haben möchten. Bei allen politischen und gesellschaftlichen Debatten wird häufig der entscheidende Punkt vergessen: es geht hier um Menschen. Menschen, die sich in Not befinden.

Respekt und Toleranz werden in diesen Zeiten immer mehr zu den zentral diskutierten Werten. Ihnen gegenüber stehen Fremdenfeindlichkeit und Hass. Wir finden es wichtig, sich in dieser Auseinandersetzung zu äußern und klar zu positionieren. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben dem ehrenamtlichen Einsatz für Geflüchtete lässt sich politisch und gesellschaftlich vieles tun - sei es über Aktionen, Bündnisse, Kampagnen, in der Lokalpolitik oder bei Runden Tischen. Im Folgenden haben wir einige Links von Projekten gesammelt.

Menschen Willkommen
Das Projekt "Menschen Willkommen" hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfache Mittel zu schaffen, um selbst Stellung zu beziehen. So gibt es Aufkleber, Plakate, Buttons und einiges mehr, die man z.B. in der Fensterscheibe befestigen kann, um zu zeigen, dass man allerlei Menschen willkommen heißt.
www.menschen-willkommen.org

Bilder gegen Ängste
Das Projekt "Bildkorrektur" besteht aus vielen verschiedenen Zeichner*innen, die mit ihren Bildern versuchen, gängige Ängste gegenüber Geflüchteten durch bebilderte Fakten sachlich zu entkräften. Dies dient auch als gute Argumentationsgrundlage für Diskussionen.
bildkorrektur.tumblr.com

Schule für alle
„Schule für alle“ ist eine Kampagne der Landesflüchtlingsräte, dem BumF e.V. und Jugendlichen ohne Grenzen – unterstützt von der GEW und Pro Asyl.
 Die Kampagne setzt sich für ein Recht auf Bildung für alle und ohne Ausnahmen ein.
www.kampagne-schule-fuer-alle.de

Was gilt es zu beachten?

Die ehrenamtliche Arbeit ermöglicht und erleichtert vielen geflüchteten Menschen, hier in Bremen Fuß zu fassen. Achte bei deinem Engagement stets auf deine eigenen Grenzen und auf die deines Gegenübers. Wenn du versuchst sie zu wahren, kannst du Überlastung und Frustration vorbeugen.

Bei deinem Engagement wirst du auf Menschen treffen, die sich in einer Ausnahmesituation befinden. Sie mussten ihr gewohntes Bezugssystem hinter sich lassen und eine gefährliche Flucht überleben. Nun stehen sie vor der Herausforderung, neue Bezugspunkte kennenzulernen und sich ein neues Bezugssystem aufzubauen. Wenn du jemanden durch diese Zeit begleitest, wirst teilweise auch du mit den Anforderungen, die damit verbunden sind, konfrontiert. Hier erfährst du, was auf dich zukommt und welche Herausforderungen dir dabei begegnen könnten. Außerdem kannst du dich darüber informieren, wie du während deiner ehrenamtlichen Tätigkeit versicherst bist und wofür ein Führungszeugnis benötigt wird.

Leitfäden für Freiwillige

Um dir deine Tätigkeit bzw. den Einstieg etwas zu erleichtern, haben wir einige Leitfäden konzipiert. Sie dienen zur Orientierung, wenn du überlegst, in welchem Bereich du dich engagieren möchtest aber auch, wenn du bereits ehrenamtlich mit Geflüchteten arbeitest. Hier erfährst du Wissenswertes und Tipps im Allgemeinen, aber auch zu speziellen Bereichen wie Sprachbegleitung oder Kinderbetreuung. Weitere Leitfäden sind zur Zeit noch in Arbeit.

Allgemeiner Leitfaden
Leitfaden für die ehrenamtliche Kinderbetreuung
Leitfaden für die ehrenamtliche Sprachbegleitung
Leitfaden für die Begleitung zu Behörden, Ämtern und Ärzt*innen
Glossar - Begriffe rund um das Thema Geflüchtete und Asyl

Ein weiterer empfehlenswerter Leitfaden stammt von Zuflucht e.V. und ist hier einsehbar: Handlungsleitfaden für Ehrenamtliche - Zuflucht

Interkulturelle Sensibilität

Einer von vielen Einflussfaktoren auf die Individualität eines jeden Menschen ist das das kulturelle Bezugssystem. Die Kultur, in der wir aufwachsen, prägt unseren Umgang mit Zeit, mit anderen Menschen und mit den Dingen, die uns umgeben.

Interkulturelle Missverständnisse können aufgrund unserer verschiedenen Prägungen passieren. Zum Beispiel hat eine Person vielleicht gelernt, es sei unhöflich, die Einladung eines Mitmenschen klar abzulehnen. Ein anders geprägter Mensch findet es wiederum unhöflich, wenn auf seine Einladung keine klare Zu- oder Absage folgt. Im offenen Gespräch mit deinem Gegenüber könnt ihr bestimmt herausfinden, wieso es zu dem Missverständnis kam und euch gleichzeitig besser kennenlernen. Mit Sensibilität für die Reaktionen deines Gegenübers und Ehrlichkeit, wenn du dich selbst mit einer Sache nicht wohlfühlst, könnt ihr euch aufeinander einstellen. Interesse für die Herkunft und Geschichte des Menschen, den du unterstützt wird dir helfen, ihn zu verstehen. Wenn du dir unsicher bist, kannst du auch ein Seminar z.B. zu interkultureller Kommunikation/Sensibilität besuchen. Über den Veranstaltungskalender auf GiB kannst du dich auf dem Laufenden halten.

Natürlich ist es trotzdem möglich, dass du dich trotz ausreichender Kennenlernphase mit jemandem nicht gut verstehst. Gegenseitige Sympathie ist gerade für Unterstützungsformen wie eine Patenschaft wichtig, damit ein vertrauensvolles Verhältnis entstehen kann. Wenn du dich mit deinem Gegenüber nicht verstehen solltest, ist es manchmal besser, sich zurückzuziehen und an anderer Stelle einen neuen Versuch zu unternehmen.

Datenschutz

In Deutschland Schutz zu suchen vor Krieg und Diskriminierung im Herkunftsland bedeutet auch, in der neuen Umgebung Schutz im Umgang mit persönlichen Anliegen zu finden. Die Familenstrukturen, -biographien und evtl. Probleme der Menschen, die du unterstützt solltest du unbedingt vertraulich behandeln. Dazu gehört auch, ihre Privatsphäre zu achten, zum Beispiel die Wohnung einer geflüchteten Person nicht ohne deren Einstimmung zu betreten.

Führungszeugnis

Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen müssen nach dem Bundeskinderschutzgesetz hauptamtliche Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit vor Aufnahme ihrer Tätigkeit und danach in regelmäßigen Intervallen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorweisen.

Gleiches gilt auch für dich, wenn du in Unterkünften mit jungen und erwachsenen Geflüchteten in Kontakt kommen. Das „Erweiterte polizeiliche Führungszeugnis“ kann in einem der Bürger-Service-Center in Bremen unter Vorlage des Personalausweises von dir beantragt werden. Dir entstehen in Bremen keine Kosten für das Führungszeugnis, wenn du eine vom Träger der Einrichtung/Unterkunft unterzeichnete Bestätigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass du dort ehrenamtlich tätig sind. Dein Antrag wird an das Bundesamt für Justiz weitergeleitet und das Führungszeugnis wird von dort direkt an dich nach Hause geschickt.

Wenn du das Führungszeugnis erhalten hast, bringe es dem Träger der Einrichtung, in der du tätig bist, zur Einsichtnahme und internen Dokumentation mit.

Neues Verfahren zur Online-Beantragung
Seit einiger Zeit ist die Beantragung des Führungszeugnisses auch online möglich, alle näheren Informationen findest du im Portal des Bundesamtes für Justiz: www.fuehrungszeugnis.bund.de.

Versicherung

Im Land Bremen besteht seit dem 1. Juli 2006 ein Vertrag mit der ÖVB, der Ehrenamtliche in ihrem freiwilligen Engagement durch eine Haftpflicht- und eine Unfallversicherung schützen soll.

Wichtig ist hier für, dass du beim Träger der Einrichtung/Unterkunft als ehrenamtlich Tätige*r bekannt bist.

Die ÖVB gibt Auskünfte zum erweiterten Versicherungsschutz für bürgerschaftliches Engagement unter der zentralen Rufnummer 0421-30434788.

Weitere Informationen zu Versicherungsleistungen sowie Einschränkungen kannst du auf dieser Webseite nachlesen: www.soziales.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen69.c.2661.de

Wo bekomme ich Unterstützung?

Du kannst viele verschiedene Unterstützungsangebote wahrnehmen und wirst mit deinen Fragen und vielleicht auch Sorgen nicht allein gelassen. Von diesen Angeboten unabhängig kannst du dich natürlich jederzeit an uns wenden - mit konkreten Fragen, Ideen, Problemen und Projekten oder wenn du nicht weißt, welche Anlaufstelle die richtige ist. Unsere Kontaktdaten findest du rechts bzw. oben, falls du ein Smartphone oder Tablet verwendest.

Seminare & Fortbildungen

Für freiwillig und ehrenamtlich Engagierte in der Hilfe für Geflüchtete gibt es eine Reihe nützlicher und hilfreicher Fortbildungen und Seminare. Sie werden von verschiedenen Trägern organisiert und durchgeführt. Grundsätzlich sind alle Angebote für Freiwillige kostenfrei. Aktuell werden Seminare zu folgenden Themen angeboten:

Asylrecht
Trans-/Interkulturelle Sensibilisierung
Umgang mit Nähe und Distanz
Umgang mit Trauma und Traumafolgen
Kommunikation und Konfliktklärung
Sprachbegleitung
Kinderbetreuung
Aktiv werden gegen Rechte Hetze
etc.

Die Fortbildungen sind keine berufliche Qualifizierung! Sie dienen dazu, dich in der Arbeit mit Geflüchteten zu unterstützen und zu begleiten, sie geben Hilfestellung und Orientierung und bieten die Möglichkeit zum Austausch untereinander.

Für aktuelle Ausschreibungen und Termine schaue bitte in unseren Veranstaltungskalender.

Beratung & Supervision

Supervision, lateinisch für „Überblick“, ist eine Form der Beratung für Mitarbeiter*innen, unter anderem in psychosozialen Berufen. Es geht darum, in Einzel- oder Gruppengesprächen die eigene Tätigkeit zu reflektieren. In dem Wissen, dass Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten eine wichtige und anspruchsvolle Tätigkeit übernehmen, wird Supervision für Ehrenamtliche von verschiedenen Trägern und Initiativen angeboten. Wenn du dich in deinem Ehrenamt mal überfordert fühlst oder einfach Gesprächsbedarf hast, findest du hier die Gelegenheit, dich professionell dazu beraten zu lassen.

Aktuell gibt es verschiedene Angebote in diesem Bereich, unter anderem von Zuflucht e.V., Psychotherapeutenkammer und der Freiwilligenagentur. Solltest du Interesse an Praxisbegleitung bzw. Supervision haben, kontaktiere uns, damit wir dir Angebote in deiner Nähe nennen können.

Austauschtreffen

Austauschtreffen geben dir die Möglichkeit, deine Erlebnisse in der freiwilligen Unterstützung von Geflüchteten mit anderen zu besprechen. Dabei gibt es Austauschangebote zu bestimmten Themenbereichen (z.B. Kinderbetreuung), bei denen es darum geht, konkrete Ideen, Methoden und Material auszutauschen und andere Aktive in dem Bereich kennenzulernen. Diese werden von verschiedenen Initiativen organisiert. Zusätzlich veranstalten wir in Kooperation mit Zuflucht e.V. regelmäßige regionale Austauschtreffen, bei denen die Freiwilligen und Interessierten aus den Stadtteilen einer Region zusammenkommen, um sich auszutauschen, kennenzulernen und zu vernetzen. So siehst du, welche Projekte es gibt, wie Ehrenamt an anderen Stellen läuft und wo noch Bedarf ist. Alle aktuell anstehenden Austauschtreffen findest du im Veranstaltungskalender.

Videos

Bilder sprechen oft mehr als Worte. Am Ende unserer Infosektion findest du daher eine Sammlung bewegter Bilder, die wir für informativ und hilfreich halten.

Begegnung auf Augenhöhe

Zusätzliche interessante Materialien zu dem Film findest du unter www.rassismuskritik-bw.de/erklaervideo.



All That We Share

Dieser Spot eines dänischen TV-Senders zeigt auf wunderbare Weise, wie relativ die Schubladen sind, in denen wir häufig denken, und dass Gemeinsamkeit sowie der Begriff "wir" vieles bedeuten kann.



Blickwechsel - Welche Hilfe heißt Willkommen?

In diesem Projekt wurden Geflüchtete gefragt, welche Art von Hilfe für sie sinnvoll ist und welche Erfahrungen sie mit freiwillig Engagierten gemacht haben. In vier weiteren Videoclips befragen Flüchtlinge freiwillig Engagierte zu deren Motivation.

Die daraus entstandenen Videos findest du hier: http://fluechtlingshelfer.info/projekte/filmprojekt/



Initiative #NichtEgal gegen Diskriminierung

Die Initiative #NichtEgal spricht sich gegen Diskriminierung und für Respekt aus und versucht gerade junge Menschen zu motivieren, sich auch online gegen Hasskommentare und ähnliches klar zu äußern.

Alle Infos und weitere Videos unter nichtegal.withyoutube.com.



Videos von Geflüchteten

Der YouTube-Kanal "GermanLifeStyle GLS" zeigt die Perspektive von Geflüchteten auf verschiedenste Themen, z.B. auf schwierige Situationen nach dem Ankommen oder darauf, wie am besten Deutsch gelernt werden kann. Das Ganze hat in manchen Szenen einen gewollt satirischen Charakter.

Koordination des freiwilligen Engagements für Geflüchtete

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Susanne Weidemann
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